Freitag, 20. Mai 2011

245 Quartiere für Bläsertag-Gäste


Von Carla Mattern

Die Nieskyer werden sich als gute Gastgeber beweisen. Dafür sorgt auch Marlis Vollprecht.

M. Vollprecht

Marlis Vollprecht ist den Gästen schon jetzt ganz nah. Sie ist sozusagen die Quartiermutter für das Bläsertreffen. Schon vor Monaten ging ihre Vorbereitungsarbeit in die heiße Phase. Denn mit bis zu 300 Gästen haben die Mitglieder der Nieskyer Brüdergemeine gerechnet. Zu Pfingsten sind die Nieskyer Gastgeber des 34. Brüdersichen Bläsertages. Aller zwei Jahre treffen sich Bläserchore aus Orten der Herrnhuter Brüdergemeine. Zum ersten und bisher einzigsten Mal begrüßten die Nieskyer 1991 die Gäste.

Jetzt also, 20 Jahre später, wollen sie natürlich für ein bleibendes Erlebnis sorgen. Knapp 80 Quartiere waren schnell gebucht, in der Pension Body sun, im Hotel Bürgerhaus und bei Sonntags. Ungefähr 40 junge Leute werden in der Turnhalle an der Rosenstraße ihre Isomatten und Schlafsäcke ausbreiten. Sieben aus Lettland anreisende Bläser stellen ihre Zelte auf, mit denen sie direkt von einem Kirchentag aus nach Niesky weiterreisen.

Für alle weiteren Bläsertag-Teilnehmer wurden Gastgeber gesucht. Doch auch das erwies sich als unkompliziert. Viele Mitglieder der Brüdergemeine nehmen selbst Gäste auf. Schließlich sind in den Jahren Freundschaften gewachsen und die Wiedersehensfreude ist groß. Das stellt auch Marlis Vollprecht fest, wenn sie per Telefon oder E-Mail Kontakt zu den Gästen hat. Auf ein Ehepaar aus Neuwied ist sie besonders neugierig. Die Zwei lernten sich vor 20 Jahren beim ersten Nieskyer Bläsertag kennen. Dieses Mal werden sie von ihren zwei Kindern begleitet.

Mittlerweile hat die Nieskyerin 245 Quartiere klargemacht, dazu geklärt, wo die Gäste frühstücken und wie sie morgens zu den Treffpunkten kommen. Ungefähr 25 weitere Gäste könnten sich noch anmelden, eine Unterkunft wäre kein Problem. Marlis Vollprecht hofft, dass die Quartiergeber, denen sie abgesagt hat, jetzt nicht allzu enttäuscht sind. Aber sie hat ganz pragmatisch erst mal nach dem Aufwand des Hin- und Herfahrens entschieden und Anbietern von außerhalb teilweise abgesagt.

Während die Quartiermutter Marlis Vollprecht also das meiste geschafft hat, ist das Bläserchormitglied Marlis Vollprecht noch sehr am Üben.

www.blaesertag2011.de