Grußworte

Liebe Bläser, liebe Gäste,
auf dem Notizblatt vor mir stehen einige wenige Daten: 265 Jahre Bläserarbeit in Niesky, 90 Jahre Posaunenchor der Evangelischen Christusgemeinde, nach 20 Jahren ist Niesky erneut Gastgeber. Fast bin ich geneigt, noch einen Fakt zu ergänzen: Zum zweiten Mal darf ich als Bürgermeister Brüder und Schwestern, Kinder und Jugendliche aus vielen Brüdergemeinen Europas in Niesky begrüßen.
Ein herzliches Willkommen gilt natürlich auch allen Gästen und Besuchern, die sich an diesem Pfingstfest nach Niesky aufmachen. Gottes Lob zu verkünden, und das nicht nur in Worten oder Taten, sondern auch durch Musik, ist gute brüderische Tradition und Aufgabe. So auch in unserem Niesky, wo fast von 1742 an über 265 Jahre Bläsermusik gepflegt wird.
Zu den guten Traditionen rechne ich aber auch das enge Miteinander mit dem Posaunenchor der Christusgemeinde in Niesky, der auf eine 90jährige Geschichte zurückblickt. Gottes Lob gemeinsam üben und erklingen lassen, funktioniert in Niesky gemeindeübergreifend und gemeinschaftsbildend. Von der Stadt Niesky selbst werden sich Bläser und Besucher in diesen Tagen ein eigenes Bild machen können.
Wer von Ihnen vor 20 Jahren schon in Niesky zu Gast war, freut sich mit unserer Bürgerschaft über die vielseitigen Veränderungen in dieser Zeit. Enden möchte ich mit einem Wort des Dankes. Der 34. Brüderische Bläsertag zu Pfingsten 2011 in Niesky lässt uns über 250 Bläser und viele weitere Gäste erwarten. Ohne die tatkräftige Hilfe vieler Nieskyer als Gastgeber, Helfer und Unterstützer ist ein solches Ergebnis kaum zu bewältigen. Dafür gilt ein besonderes Dankeschön. Freuen wir uns auf angenehme und schöne Tage in Niesky, um gemeinsam unseren Gott zu loben und zu preisen.

Herzlich willkommen!
Wolfgang Rückert
Oberbürgermeister der Stadt Niesky


Liebe Schwestern und Brüder!
Herzlich grüße ich Euch alle im Namen der Europäisch-Festländischen Provinz der Brüder-Unität zum Bläsertag in Niesky.
Wir danken Euch, dass Ihr alle gekommen seid, aus verschiedenen Ländern, und dass Ihr mit Euren Instrumenten das Lob Gottes gerade auch in schweren Zeiten erklingen lasst. Das Wort »Niesky« bedeutet ja eigentlich »niedrig«, ich könnte auch sagen »unten«. Die Losung des Pfingstsonntags in diesem Jahr nimmt das auf. Sie ist aus Psalm 33: »Unser Herz freut sich des Herrn, und wir trauen auf seinen heiligen Namen«. Angesprochen sind in diesem Psalm alle, die »unten« sind. Es heißt: Vom Himmel blickt der Herr hinab, sein Auge ruht auf denen, die auf ihn warten.
Ich habe das Lob in der Tiefe, gerade auch durch die Bläserinnen und Bläser, mehrfach in Niesky vermittelt bekommen. Vor allem, als ich 1943 bis 1945 als Schüler in der Unterabteilung dort war. Gegen andere laute Geräusche, vor allem ab Oktober 1944, erklang das Lob der Posaunen, das ich als Kind im und am Kirchensaal und auf dem Gottesacker gehört habe.
Und ähnlich war es, als wir 1975 nach unserer Rückkehr aus Südafrika, wieder ganz bald nach Niesky kamen, in schweren Zeiten. Klänge des Lobes »ganz unten«, weil Er, unser Herr, uns gerade auch in unserer Not ansieht, nicht nur uns, sondern alle. Danke, dass Ihr diese Freude auch jetzt unter die Leute blast.

Herzlich Euer Bruder
Henning Schlimm
Bischof der Brüder-Unität


Sehr geehrte Damen und Herren,
»Mit Musik geht alles besser«, weiß ein geflügeltes Wort. Musik inspiriert die Menschen und ist zugleich eine Quelle der Kraft. Sie ist nicht nur von zeitloser Gültigkeit, sondern auch eine Weltsprache, die keiner Übersetzung bedarf und von Seele zu Seele spricht. Musikalische Botschaften sind nicht daran gebunden, in welchem Land jemand lebt oder wie alt er ist. Musik stiftet eine Verbindung zwischen den Menschen und führt sie zum gemeinsamen Musizieren zusammen.
Zum 34. Brüderischen Bläsertag der Evangelischen Brüdergemeine vom 10. bis 14. Juni 2011 kommen mehr als 250 Blechbläserinnen und Blechbläser aus ganz Europa in den Landkreis Görlitz. Zudem kann auf 265 Jahre Bläserarbeit in Niesky und 90 Jahre Posaunenchor der Evangelischen Kirche zurückgeblickt werden. Diese lebendigen Traditionen strahlen weit über die Grenzen unseres Landkreises hinaus.
Mein herzlichster Dank gilt der Evangelischen Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine für das Engagement und die Organisation, die ein solches Treffen erst möglich machen.

Ich wünsche den Musikern gutes Gelingen und den Zuhörern viel Freude.
Ihr Bernd Lange Landrat des Landkreises Görlitz